Jedes Jahr sind sie unterwegs: Viele König*innen machen sich an den ersten Januartagen auf den Weg und klopfen an die Türen der Häuser. Sie singen, bringen Gottes Segen und sammeln Geld für Kinder in Not. Die Sternsingeraktion hat in den letzten Jahren im Bistum Speyer jährlich etwa 1,3 Millionen Euro für Kinder und Jugendliche weltweit erbracht. Unterstützt werden durch die Sternsingeraktion insgesamt ca. 2.400 Projekte in mehr als 100 Ländern. In jedem Jahr gibt es ein Motto und ein spezielles Land, für das die Sternsinger*innen sammeln.
Seit vielen Jahren organisieren Steffen Mertel und Susanne Paschold die Sternsingeraktion in unserer Gemeinde. Jedes Jahr um den 06. Januar bringen die Kinder als Sternsinger verkleidet den Segen.
Im Jahr 2023 interessierte sich bereits zum zweiten Mal das SWR-Fernsehen für unsere Sternsingeraktion in Hochspeyer – auch wenn diese wegen der Corona-Pandemie etwas anders ablaufen musste. Den Radio- und TV-Beitrag finden Sie hier:
Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen gehen die Sternsinger auch in diesem Jahr nicht von Haus zu Haus. In Hochspeyer im Kreis Kaiserslautern haben Kinder stattdessen persönliche Segensbriefe gebastelt.
Der Corona-Krisenstab des Bistums Speyer hatte die klassische Sternsinger-Aktion erneut frühzeitig abgesagt. „Trotzdem sollen unsere Kinder Spaß haben und die Menschen merken, dass noch Leben im Dorf ist“, dachte sich Steffen Mertel von der katholischen St. Laurentius-Gemeinde in Hochspeyer. Ergebnis sind von den Kindern höchstpersönlich gestaltete Segensbriefe, die diese Woche verteilt werden.
Segenspost wird im Wohnzimmer gebastelt
„Wir wünschen Euch ein gesegnetes neues Jahr“, steht in bunten Buchstaben auf der Segenspost. Unterzeichnet haben Caspar, Melchior und Balthasar – bei denen es sich in diesem Fall um Mirjam (7 Jahre), Samuel (9 Jahre) und Joel (11 Jahre) handelt. Die drei Kinder haben an mehreren Nachmittagen zusammen im Wohnzimmer der Familie Braun in Hochspeyer an ihren Segensbriefen gebastelt und zum Beispiel die Drei Könige und die Krippe mit dem Jesuskind darauf gemalt.
Nicht fehlen dürfe aber auch ein Aufkleber mit dem Segensspruch, den sich die Empfänger selbst über ihre Haustür kleben könnten, erklärt der Organisator der Aktion in Hochspeyer, Steffen Mertel. Außerdem hätten die Menschen natürlich auch in diesem Jahr die Gelegenheit, für Kinder in armen Ländern Geld zu spenden. Dazu befinde sich ein Spendentütchen beziehungsweise ein Überweisungsträger in der Segenspost.
Kinder wissen, wohin Spenden fließen
Wichtig außerdem: Die Sternsinger-Kinder sollen laut Mertel auch bei der hauptsächlich zuhause stattfindenden Aktion genau wissen, wofür sie sich ins Zeug legen. „Zum Beispiel für Mensen. Der ist auf einen Baum geklettert, um Mangos zu pflücken und so Geld für seine Familie zu verdienen“, berichtet der neunjährige Samuel. Weil der Junge aber von dem Mangobaum heruntergefallen sei und jetzt behandelt werden müsse, müsse ihm geholfen werden. Gleiches gelte für Kinder in armen Ländern, die zum Beispiel Brandwunden hätten.
Sternsinger in Hochspeyer spielen diesmal Postboten
Sinn und Zweck sind den jungen Teilnehmern in Hochspeyer also klar, ihre Segenbriefe sind fertig und daher spielen sie ab dem Dreikönigstag, am 6. Januar, Postboten. Haushalte, die die Segenspost bestellt haben, arbeiten die Kinder jetzt nach und nach ab und werfen ihnen ihr persönliches Paket in den Briefkasten.
Dieser Artikel wurde von der Internetseite des Südwestrundfunks entnommen.
Am 04. Januar waren wir auch im Radio auf SWR 4 zu hören:
Unser mittnerweile gut bewährtes Konzept „Sternsinger auf Bestellung“ brachte uns 2015 in die SWR Landesschau.
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